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Musikalisch, kritisch und freiheitsliebend: Das sind die Gesichter von Kuba

Kuba steckt in einem Modernisierungsprozess. Bei der Bildung hat das Land grosse Fortschritte gemacht, wirtschaftliche Verbesserungen treten hingegen zögerlicher ein. Aber das kubanische Nachtleben blüht nach Corona wieder auf.

02.05.2022 / 05:00 / von: evo/ame
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Wenn etwas aus Havanna bekannt ist, dann die Autos aus den 70ern. (Bild: TOP-Medien)

Wenn etwas aus Havanna bekannt ist, dann die Autos aus den 70ern. (Bild: TOP-Medien)

Der Staat möchte moderner werden, doch das geht meist eher langsam voran. (Bild: TOP-Medien)

Der Staat möchte moderner werden, doch das geht meist eher langsam voran. (Bild: TOP-Medien)

Nicht fehlen dürfen natürlich die Wandmalereien von Che Guevara. (Bild: TOP-Medien)

Nicht fehlen dürfen natürlich die Wandmalereien von Che Guevara. (Bild: TOP-Medien)

Er ist sogar auf weniger gelungenen Abbildungen erkennbar. (Bild: TOP-Medien)

Er ist sogar auf weniger gelungenen Abbildungen erkennbar. (Bild: TOP-Medien)

Kuba ist vor allem Tanz. Alle Kubanerinnen und Kubaner sollen tanzen können. (Bild: TOP-Medien)

Kuba ist vor allem Tanz. Alle Kubanerinnen und Kubaner sollen tanzen können. (Bild: TOP-Medien)

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Kuba ist ein Land mit einer reichen Tradition. Manchen Kritikern ist dieses Erbe sogar etwas zu reich. Sie streben Modernisierungen an und wollen, dass die Wirtschaft und das Sozialleben endlich die Ära das Kalten Krieges hinter sich lassen. Der von ihnen angestrebte «American Way of Live» hat seine Vorzüge, aber das Verhältnis zum grossen Nachbarn ist gespalten, die Kubanerinnen und Kubaner gelüstet es nach Selbstbestimmung und danach, ihren eigenen Weg zu finden.

Mit unterschiedlichen Tempi modernisieren

Bei der Bildung und dem Gesundheitswesen hat das Land bereits grosse Fortschritte gemacht, bei der Wirtschaft gibt es noch viel aufzuholen. Dies zeigt sich nicht zuletzt bei den Spitälern: Kuba hat viele gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, aber es fehlt oft an Medikamenten, zudem ist die Infrastruktur der Spitäler veraltet. Die Veränderungen werden nicht nur als rein positiv wahrgenommen, denn mit höheren Standards geht auch ein gewisser Druck einher. Chauffeur Martin Domingo Aguila Laurence kommentiert dies folgendermassen: «In den letzten Jahren hat sich einiges in Kuba verändert. Das Alltagsleben wurde schwieriger und die lockere Art der Kubaner hat abgenommen.»

Auf diesen kritischen Gedanken folgt aber gleich ein versöhnlicher: «Wir Kubaner wissen, dass wir nicht viel haben aber wir reden und lachen miteinander. Wir sind sehr bodenständig und das gefällt mir.»

Lebensfreude in Santiago

Santiago ist berühmt für das Charisma seiner Einwohnerinnen und Einwohner. Freundlich, solidarisch, offenherzig und enorm musikalisch präsentiert sich die zweitgrösste Stadt Kubas. Besonderes Highlight sind die vielen Feste, allen voran der Karneval. Nach Corona sind die Leute besonders erpicht darauf. Die Gastronomie hat wie überall gelitten, und auch der kubanischen Volksseele hat die Zeit ohne Musikveranstaltungen und Nachtleben gefehlt. Die positive Grundhaltung und die Lebensfreude lassen sich aber nicht unterkriegen – weder von der Pandemie noch von der Inflation.

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