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Rum: Vom Zuckerrohr bis zum Meister

Rum gilt als der Schnaps der Karibik. Während er im TOP-Land gern als Basis für Cocktails zum Einsatz kommt, hat er in Kuba seine eigene Kultur, seine Legenden und sogar eigene Meister.

03.05.2022 / 05:00 / von: evo/ame
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Rum ist neben Zigarren das bekannteste Exportgut aus Kuba. (Bild: TOP-Medien)

Rum ist neben Zigarren das bekannteste Exportgut aus Kuba. (Bild: TOP-Medien)

Unser Team in Kuba hat natürlich einen meisterlichen Rum für uns getestet. (Bild: TOP-Medien)

Unser Team in Kuba hat natürlich einen meisterlichen Rum für uns getestet. (Bild: TOP-Medien)

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Neben kubanischen Zigarren ist der Rum wohl Kubas berühmtestes Exportgut. Der süssliche Schnaps wird aus Zuckerrohr gewonnen. Seine Farbe sagt viel über den Reifegrad aus: Ein weisser Rum ist drei Jahre alt, während dunkle Rumsorten etwa sieben Jahre lang reifen, was bedeutet, dass der Geschmack und die Aromen stärker werden.

Legenden und Meisterschaften

Um den Rum ranken sich viele Legenden. Der Rum sei in Santiago de Cuba geboren worden, es solle an die Vorfahren gemahnen oder es sei ein Getränk für die Heiligen. Fakt ist aber, dass es Rum-Meister gibt. Zurzeit teilen sich neun solche Meister auf Kuba den Titel. Sie bewahren die Kultur des traditionellen Rum-Produktion ebenso wie die des genussvollen Konsums. Säufer-Klischees werden dabei nicht erfüllt. «Rum soll für alle da sein, um ein wenig zu trinken und nicht für wenige, um viel zu trinken.» Diese Worte werden Kubas erstem Rum-Meister zugeschrieben.

Vom Zuckerrohr bis ins Fass

Für die Herstellung von Rum wird aus der frisch geernteten Zuckerrohrpflanze Melasse gewonnen. Die Melasse wird teilweise noch mit gehäckseltem Zuckerrohr oder Zuckerrohrsaft und Wasser vermischt. Diese Mischung wird der Gärung überlassen. Nach der Fermentierung wird der Saft destilliert. So entsteht Rum. Hersteller, die etwas auf sich halten und einen hochwertigen Rum produzieren wollen, verzichten auf die Zugabe von Zusatzstoffen oder Aromen, zumal die Lagerung je nach Fass dem Rum noch eine ganz eigene Geschmacksnote geben kann. Den Alkohol wie ein Pirat direkt aus der Flasche in sich hineinschütten ist verpönt. «Rum sollte man immer aus einem Glas trinken, um ihn wertschätzen zu können», erklärt Rum-Meister Julio Enrique Ayan Rial. Ein Qualitätsmerkmal ist der «Vorhang», ähnlich wie das «Kirchenfenster» beim Wein: «Wenn der Rum im Glas eine Art Vorhang bildet und es Zeit braucht, bis die Tropfen das Glas herunterlaufen, ist es ein guter Rum.»

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