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Thurgau streicht drei Viertel seines Inventars der Denkmalpflege

Der Kanton Thurgau reduziert sein Inventar der erhaltenswerten und geschützten Bauten massiv. Künftig umfasst das Inventar noch rund einen Viertel der bisher mehr als 32'000 Objekte. Das ist das Resultat einer Neuausrichtung der kantonalen Denkmalpflege.

23.05.2024 / 17:56 / von: SDA/AST
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Die TOP-Medien wollten wissen, wie das genau funktioniert:

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Die Denkmalpflege handle künftig nach dem Grundsatz «weniger ist mehr», schreibt der Kanton Thurgau in einer Mitteilung. Es sollen eine kleinere Anzahl Bauten, dafür vermehrt Ortsbilder geschützt werden.

Mit dieser Neuausrichtung der Denkmalpflege verkleinert sich das Inventar an erhaltenswerten und geschützten Bauten im Thurgau deutlich. Die Denkmalpflege fokussiere ihre Arbeit künftig auf das Wesentliche, liess sich der zuständige Regierungsrat Dominik Diezi zitieren.

Eine unabhängige Fachkommission überprüfe die Objekte nach wissenschaftlichen Kriterien. Dabei werden die bisher erfassten Gebäude neu eingestuft.

Nur noch wichtiges baukulturelles Erbe

Künftig würden so nicht mehr alle älteren Bauten aufgeführt werden, sondern nur noch «die wichtigen Zeugen des baukulturellen Erbes». Dadurch wären nur noch Objekte mit ausgewiesenen Denkmaleigenschaften im Inventar enthalten. Für jedes Objekt sei festzuhalten, ob es von nationaler, kantonaler oder kommunaler Bedeutung ist.

Für Objekte von nationaler und kantonaler Bedeutung soll neu der Kanton, für Objekte von kommunaler Bedeutung sollen die Gemeinden zuständig sein. Eine entsprechende Gesetzesanpassung ist gemäss Mitteilung in Vorbereitung. Voraussichtlich Anfang 2027 sollen die neuen Bestimmungen in Kraft treten.

Die Denkmalpflege war im Thurgau zuletzt mehrfach Gegenstand politischer Diskussionen. Mit der Neuausrichtung reduziert sich nun ihre Einflussnahme auf einen beträchtlichen Teil der historischen Bauten.

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Peter Meyer
am 25.05.2024 um 03:11
Bravo! Ein mutiger Entscheid gegen zu viel Ballenberg! Täte dem Kanton Zürich auch gut anstehen.
Coray Gabi
am 24.05.2024 um 21:54
Wie steht es mit meinem Objekt?