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acrevis invest: Aktienmärkte setzen Erholung fort

Angelo Iannella, Private Banking Experte schaut auf eine durchaus positive Börsenwoche zurück und kommentiert die neusten Geschehnisse.

08.02.2019 / 10:52 / von: sbo
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Die Aktienmärkte setzen Ihre Erholung nach dem turbulenten Jahresende fort. Was ist diese Woche speziell aufgefallen?

Die Aktienmärkte zeigten sich auch diese Woche von der positiven Seite und konnten im Schnitt ein paar Prozente zulegen. Besonders aufgefallen sind Unternehmen wie Sunrise, ams oder Julius Baer, bei welchen es anfänglich zuerst stark nach unten ging, um sich danach wieder rasch zu erholen.

Was war passiert?

Die Jahresergebnisse hatten die Erwartungen nicht ganz erfüllen können und die Anleger haben anfänglich enttäuscht reagiert. Bei Julius Bär z.B. war das Nettoergebnis mit 735 Mio. CHF unter den Erwartungen ausgefallen. Auch die Dividende sollte auf CHF 2 erhöht werden, kam dann aber mit CHF 1.50 "nur" zehn Rappen höher zu stehen als im Vorjahr. Bei Sunrise haben Gerüchte um eine mögliche Übernahme der UPC für fallende Kurse gesorgt.

Die Welt hat sich seit Dezember ja kaum geändert, wieso sind die Ängste trotz vieler ungelöster Probleme auf einmal in den Hintergrund getreten?

Die Anleger haben im neuen Jahr neuen Mut gefasst und haben nach dem Rückgang der Renditen auf Staatspapieren wieder realisiert, dass es zu den Aktienmärkten kaum gute Alternativen gibt. Zusätzlich stehen in den nächsten Monaten die Dividendenzahlungen der Unternehmen noch an. Für Kunden, welche auf Erträge angewiesen sind, ein Grund die Titel im Vorfeld zu halten oder zu kaufen. Diese Woche hat traditionell Siemens bereits als Erste die Jahresdividende ausgeschüttet. Gestern haben zum Beispiel Swisscom und Zurich Versicherungen Ihre Jahreszahlen präsentiert. Beide Unternehmen sind für Ihre hohen Dividenden bekannt. Bei der Swisscom wurden die CHF 22 bestätigt und die Zurich hat sogar eine Erhöhung auf CHF 19 von CHF 18 bekannt gegeben. Beide Unternehmen konnten auch die Erwartungen durchs Band mehr als erfüllen.

Die politischen Risiken sind kaum verflogen, was dürfte die Märkte in den nächsten Monaten wieder einholen?

Die "Brexit"-Verhandlungen sind weiterhin am Stottern und Herr Trump droht weiterhin mit dem Bau seiner Mauer. Russland und die USA haben das Atomabkommen gekündigt, was ein neues Wettrüsten auslösen könnte. Politisch sind die Probleme ungelöst und die Situation hat sich kaum entschärft. Wir rechnen damit, dass aus diesem Grund die Volatilität - sprich die Schwankungen - wieder zunehmen könnte. Im Vordergrund stehen jedoch die Jahreszahlen.

Und zum Schluss, was erwartet uns noch in der kommenden Woche?

Die Veröffentlichung der Jahreszahlen geht nun gegen seinen Höhepunkt hin und dürfte noch für die eine oder andere positive Überraschung sorgen. Im Speziellen werden nächste Woche die Zahlen von Clariant, Nestlé, Schindler, Sulzer, Coltene und die St. Galler Kantonalbank auf der Agenda stehen.

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