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acrevis invest: Ein gewisser Anteil an Gold verhilft zu mehr Robustheit

Michael Rüegg, Private Banking Experte, spricht über die wieder turbulentere Börsenentwicklung dieser Woche und erklärt dabei, warum Unternehmen wie Interroll, Sika oder BASF mit einer schwächeren Entwicklung rechnen.

12.07.2019 / 17:20 / von: sbo
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Herr Rüegg, wir befinden uns am Anfang der Berichtssaison der Halbjahreszahlen. Was kann man generell dazu sagen?

Mindestens so wichtig wie der Rückblick ist natürlich der Ausblick. Man kann generell sagen, dass einige Unternehmungen ihre Wachstumsaussichten nach unten korrigieren, dies aufgrund eingetrübter Weltkonjunktur und des anhaltenden Handelskonflikts. Weitere Unternehmungen werden höchstwahrscheinlich ähnliche Prognosen machen müssen.

Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen das in der vergangenen Woche aufgefallen ist?

Ja, das Fördertechnikunternehmen Interroll hat in den ersten sechs Monaten sehr gut gearbeitet, hat jedoch einen rückläufigen Bestellungseingang und rechnet daher mit einem schwächeren zweiten Halbjahr. Dies führte zu einer Korrektur des Aktienkurses von über CHF 2'500.-- auf deutlich unter CHF 2'000.--. Längerfristig gesehen erachten wir Kurse auf diesem Niveau durchaus als interessante Einstiegschance.

Gab es ähnliche Meldungen auch von anderen Unternehmen?

Ja, eine deutlich stärkere Gewinnwarnung vom Chemiekonzern BASF hat Analysten wie auch Investoren überrascht. Dies führte nicht nur bei BASF selbst zu Kursrückgängen, sondern auch bei Branchenkollegen wie Clariant und SIKA.

Das Schweizer Unternehmen EMS ist ebenfalls in der Chemiesparte tätig und hat gerade heute auch seine Zahlen publiziert, wie sind diese ausgefallen?

EMS hat trotz Umsatzrückgang einen leicht höheren Betriebsgewinn ausweisen können. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Der Konjunkturrückgang macht aber ebenfalls der Firma EMS zu schaffen. Man rechnet aber für 2019 mit einem Betriebsgewinn auf Vorjahresbasis.

Aufgrund von Ihren Äusserungen kann man davon ausgehen, dass einige Aktienkurse Rückschlagspotential aufweisen. Was raten Sie den Anlegern? Wie könnten sie mehr Stabilität im Portfolio erlangen?

Ein gewisser Anteil an Gold verhilft Ihrem Portfolio zu mehr Robustheit. Wir befinden uns aktuell auf einem Sechsjahreshöchst. Aktuelle Unsicherheiten betreffend Konjunktur und Politik sowie auch weitere Zinssenkungen in den USA, könnten den Goldpreis jedoch noch weiter ansteigen lassen. Es gilt aber zu beachten, dass Gold weder einen Zins noch eine Dividende einbringt und auch kein Performancetreiber ist. Gold hält man aus Diversifikationsgründen und eben als Stabilisator in unsicheren Zeiten.

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