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acrevis invest: SMI erstmals über 10'000 Punkten

Der Schweizer Leitindex SMI schloss diese Woche erstmals über der Marke von 10'000 Punkten - unter anderem stark beflügelt durch die Notenbanken. Was das für die Anleger heisst, erläutert Alessandro Sgro vom Asset Management und Research der acrevis Bank.

21.06.2019 / 09:26 / von: sbo
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Das erste Börsenhalbjahr neigt sich dem Ende zu. Praktisch alle wichtigen Anlageklassen sind deutlich im Plus. Auch der Schweizer Leitindex legte in diesem Jahr überdurchschnittlich zu und erreichte diese Woche erstmals in der Geschichte die Marke von 10'000 Punkten. Hält diese positive Stimmung auch im zweiten Halbjahr an?

Ja, das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits von der Konjunktur und damit der realwirtschaftlichen Entwicklung, den geopolitischen Entwicklungen und dann natürlich insbesondere von der Geldpolitik der Zentralbanken. In den vergangenen Jahren hat es sich mehrmals gezeigt, dass die Anleger mehr auf die Aktionen der Zentralbanken schauen. Und von Seiten der Notenbanken kamen diese Woche sowohl von der FED wie von der EZB klare Signale in Richtung Lockerung der Geldpolitik. Das beflügelte die Märkte.

Jerome Powell, der Präsident der amerikanischen Notenbank hat am Mittwoch Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Droht nun gar eine Rezession?

Die US-Konjunktur ist nach wie in guter Verfassung. Die Auswirkungen von Seiten des Handelskon-flikts auf die amerikanische Wirtschaft sind schwer abzuschätzen, vor allem die Zeitdauer wie lange dieser Konflikt noch anhält. Hier hat Powell signalisiert, angemessen zu reagieren, um den Auf-schwung zu stützen. Am Markt geht man in diesem Jahr aktuell von mindestens zwei Zinssenkungen aus.

In der Vergangenheit haben die Zentralbanken vielfach zu spät reagiert. Mit der Inversion bei den US-Zinsen sah man schon früh einen Indikator für eine Rezession. Reagiert die Fed nicht zu spät?

Ich glaube, man muss sowie die Situation gesamtheitlich anschauen. Zudem verzerren die extremen geldpolitischen Massnahmen das Bild. Wir sehen keine unmittelbare Rezessionsgefahr.

Was bedeuten die Entwicklungen für die Schweiz?

In der Schweiz schaut man gespannt, was die EZB macht und da kamen starke Signale in Richtung weiterer Lockerung der Geldpolitik. Das führte dazu, dass der Wechselkurs EUR/CHF in Richtung 1.10 tendiert. Das bringt die SNB wieder unter Zugzwang. Je nachdem wie tief die EZB ihre Leitzinsen noch senken, könnte die SNB ebenfalls mit noch negativeren Negativzinsen reagieren.

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