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«Kein Grund zur Panik»

Florian Keller, Private Banking Experte, spricht mit Stefan Nägeli über die Turbulenzen an den Aktienmärkten und beschwichtigt, dass vorerst noch kein Grund zur Panik besteht.

12.10.2018 / 14:00 / von: sbo
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Florian Keller und Stefan Nägeli (Bild: TELE TOP)

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In den vergangenen Tagen konnte man wieder oft lesen, dass die weltweiten Aktienmärkte negative Schlagzeilen machten. Viele Aktienindices verloren im Wochenvergleich einiges an Terrain. Was sind die Ursachen für diesen Taucher, Herr Keller?

Es ist sicher eine Kombination von verschiedenen Themen. Zum einem schwebt natürlich das Damoklesschwert, der Handelsstreit zwischen der USA und China über den Finanzmärkten, dann kamen die Sorgen von stärker steigenden Zinsen in den USA hinzu und zu guter Letzt belastet auch die Staatsverschuldung Italiens zusätzlich.

Dieser Cocktail hat für diesen Minicrash gesorgt, oder sehen Sie dies anders?

GRAFIK Persönlich würde ich eher von einer Korrektur sprechen. Man sieht's im 10-Jahres Chart vom Dow Jones Index, in den vergangenen Jahren gab es auch aufgrund von guten Rahmenbedingungen kaum Unsicherheiten und wenige grössere Korrekturen. Aber grundsätzlich gehören ab und an negative Ausreisser zur Börsen-Normalität. 

Wie geht’s nun weiter?

Also Grund zur Panik besteht vorerst noch nicht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gut, insbesondere in der USA boomt die Wirtschaft, auch dank den Steuererleichterun-gen von Präsident Trump. Auch in Europa und in der Schweiz sind die wirtschaftlichen Vor-aussetzungen gut. Diese guten Fundamentaldaten werden in Zukunft auch von den Anlegern bei ihren Investmententscheiden wieder verstärkt in den Fokus rücken.

Erwarten Sie nächste Woche, wenn die Berichtsaison in der Schweiz wieder richtig losgeht, wieder positive Impulse?

Natürlich besteht die Hoffnung. Wir erwarten nächste Wochen von den drei Schweizer Schwergewichten Nestle, Novartis, Roche solide Quartalszahlen. Die Unsicherheiten bezüg-lich globalem Handel sollte bei diesen Unternehmungen noch keine negativen Spuren in den aktuellen Zahlen hinterlassen. Werden die Erwartungen erfüllt, könnte es auch wieder posi-tive Impulse für steigende Aktienkurse geben.

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