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Jedes dritte Schaffhauser Vorschulkind spricht schlecht Deutsch

In der Stadt Schaffhausen hat ein Drittel der Vorschulkinder unzureichende Deutschkennntisse. Die Stadt Schaffhausen hat für die Kinder deshalb eine Förderempfehlung ausgesprochen.

13.08.2019 / 13:33 / von: sbr
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Viele Schaffhauser Vorschulkinder haben unzureichende Deutschkenntnisse. (pixelio.de/knipseline)

Viele Schaffhauser Vorschulkinder haben unzureichende Deutschkenntnisse. (pixelio.de/knipseline)

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Im Januar 2019 hat die Stadt Schaffhausen im Rahmen des Projekts «Frühe Deutschförderung» eine Spracherhebung bei Vorschulkindern vorgenommen. 334 Familien mit Kindern im Alter zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren wurden befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 37 Prozent unzureichende Deutschkenntnisse vorweisen. Davon beherrscht knapp die Hälfte nahezu gar kein Deutsch und scheint wenig bis gar nicht mit der Sprache in Kontakt gekommen zu sein.

Aufgrund der Ergebnisse will die Stadt Schaffhausen die Deutschkenntnisse der Kinder verbessern. Dies soll ihnen den Eintritt in den Kindergarten erleichtern und ausserdem die Lehrpersonen und Klassen entlasten. Deshalb wurde allen Vorschulkindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen erstmals eine Förderempfehlung ausgesprochen. Damit erhalten die Kinder ab August 2019 einen subventionierten Sprachförderplatz. Die Stadt empfiehlt den Eltern ihre Kinder an mindestens zwei Tagen in der Woche in eine auf Sprachförderung spezialisierte Kindertagesstätte zu bringen.

Das Projekt «Frühe Deutschförderung» ist für Familien freiwillig. Nach Ablauf der Projektzeit von drei Jahren prüft die Stadt Schaffhausen eine rechtliche Verankerung. Sie erwartet in den nächsten Jahren eine wachsende Nachfrage an Sprachförderplätzen.

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