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Zu wenig gewehrt - mutmasslicher Vergewaltiger freigesprochen

Das Bezirksgericht Andelfingen hat einen mutmasslichen Vergewaltiger freigesprochen. Das Opfer habe sich zu wenig gewehrt, so die Begründung. Der Beschuldigte sprach von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr, die Frau von Vergewaltigung.

13.08.2019 / 07:40 / von: sbr
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Das Bezirksgericht Andelfingen sprach den Beschuldigten frei. (Bild: gerichte-zh.ch)

Das Bezirksgericht Andelfingen sprach den Beschuldigten frei. (Bild: gerichte-zh.ch)

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Der 23-jährige Mann stand vor Gericht weil er eine Kollegin vergewaltigt und sexuell genötigt haben soll. Der Beschuldigte wies die Vorwürfe ab und beteuerte, dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich war. Vor der Tatnacht war es zwar einmal zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen, jedoch nicht in der Tatnacht, so das gleichaltrige mutmassliche Opfer.

Das Bezirksgericht folgte der Forderung der Verteidigung und sprach den Beschuldigten frei, wie «Radio Munot» schreibt. Die 23-Jährige hätte sich deutlicher wehren müssen, so der Richter. Er nannte den Fall einen «unglücklichen Sexualkontakt». Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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