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TOP TALK: Soll Winterthur zum Startup-Mekka werden?

Die Politik soll in Winterthur einen geeigneten Nährboden für Startups bieten - die Rahmenbedingungen verbessern und ein Ökosystem für Jungunternehmen aufbauen. Das verlangt eine politisch rechts bis links gestützte Petition, eingereicht vom GLP Kantonsrat Michael Zeugin. Das Anliegen stösst in Winterthur auf offene Ohren.

25.03.2019 / 15:58 / von: vme
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Im TOP TALK zum Thema Startup-Petition Michael Zeugin, Aike Festini, Raphael Tobler und Adrian Müller (v.l.), bei Moderatorin Vanessa Meier Linero.

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Die «Startup Petition» sei ein Angebot an die Stadt Winterthur, meint GLP Kantonsrat Michael Zeugin. Man habe in den letzten Jahren in Winterthur eine Schlafplatz-Politik geführt, statt in junge Unternehmen investiert. «Winterthur war schon immer eine Startups-Stadt», pflichtet Raphael Tobler, Präsident des Enterpreneur Club Winterthur, bei. «Auch Sulzer war einmal ein Startup, das viele Stellen geschaffen hat.» Nun sei allerhöchste Zeit, diesen Kurs wieder einzuschlagen und Startups in Winterthur geeignete Rahmenbedingungen zu bescheren, wie es sie schon in anderen Städten gebe. Er selbst ist Geschäftsführer der Bildungsplattform Eduwo - ebenfalls ein Startup.

Es gehe dabei nicht darum, die Jungunternehmen zu «bäbelen». Davon sei man in der Schweiz weit entfernt. Jedoch trotzdem eine gewisse Entlastung zu bieten, die ein schnelles und flexibles Wachstum unterstütze, meint Tobler. Denn Startups würden ja auch wieder Arbeitsplätze bescheren, was der Stadt wiederum zugute kommt, sagt Zeugin. Die Stadt könne hier mit wenig Mitteln, viel bewirken. Und deshalb sei es effektiv auch Aufgabe der Politik und nicht nur der Wirtschaft, die sich selber helfen müsste.

In der Praxis sei es wirklich so, dass ein Jungunternehmen halt ständig lernen und mit den Finanzen kämpfen müsse. Dazu kämen völlig neue Aufgaben auf die Jungunternehmer zu, wie Mitarbeiter einführen, sie schulen und sich nebenbei noch alle administrativen Arbeiten selber anzueignen, sagt Aike Festini von LuckaBox. Sie ist selbst Startup-Gründerin in Winterthur und wäre um ein Haar mit ihrem Unternehmen nach Zürich gezogen. «Effektiv lag es an den erschwerten Bedingungen in Winterthur. Wir sind im letzten Jahr so stark gewachsen, dass wir dringend neue Arbeitsflächen brauchten. Das gestaltete sich in Winterthur als schwierig und auch finanziell herausfordernd.»

Und hier brauche es einen Spielraum für Flexibilität, meint Zeugin. «Und Möglichkeiten für einen konstruktiven Austausch», pflichtet Adrian Müller, Leiter vom Institut für Innovation & Entrepreneurship an der ZHAW, bei. Gerade in der Anfangsphase brauche es genügend Stütze für ein junges Unternehmen. Die ZHAW fördere mit Hilfe des Formats «Runway» Startups vor ihrer formellen Gründung.

Der TOP TALK mit GLP Kantonsrat Michael Zeugin, Präsident des Enterpreneur Clubs Winterthur Raphael Tobler, Geschäftsführerin des Startups LuckaBox Aike Festini und Leiter vom Institut für Innovation & Entrepreneurship an der ZHAW Adrian Müller - am Montag, 25. März, ab 18:30 (und stündlich wiederholt).

Zur Startup-Petition.

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