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Vollgeld-Initiative im TOP TALK

Es gibt zwei Arten von Geld: Bargeld und Buchgeld. Die Initianten wollen, dass auch das Buchgeld ausschliesslich von der Nationalbank geschaffen werden kann. Muss das bewährte Finanzsystem auf den Kopf gestellt werden? Es diskutieren Raffael Wüthrich, Befürworter und Thomas Matter, Gegner der Initiative im TOP TALK

23.05.2018 / 16:50 / von: sbo
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Raffael Wüthrich, Stefan Nägeli und Thomas Matter (Bild: S. Bollmann)

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Sowohl das Parlament, wie auch der Bundesrat sind gegen einen Umbau des jetzigen Finanzsystems. Die Konsequenzen seien nicht abzuschätzen, zumal die Schweiz das einzige Land weltweit wäre, dass Vollgeld einführen würde. Welche Konsequenzen hat das für den Finanzplatz und die Wirtschaft? Ist unser Geld im Falle eines Banken-Konkurses wirklich besser geschützt? Und welche Rolle spielt die Schweizerische Nationalbank?

Die pro und contra Argumente zur Vollgeldinitiative mit Raffael Wüthrich (pro) und Thomas Matter (contra) im TOP TALK, Mittwoch 23. Mai ab 18.30 Uhr (stündlich wiederholt). 

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Urs Bloch
am 30.05.2018 um 23:22
In vielen Ländern wird schon darauf hingearbeitet, dass Bargeld verboten wird. Wenn wir dies auf die Schweiz beziehen, hatten wir kein SNB-Geld mehr! Die ganze "Verantwortung" wäre dann bei den privaten Banken und somit gar keine Steuerung der Geldmenge möglich! --> Das sollte zu denken geben! Wollen wir dass nur die "profitgeile, private Bankenlobby" unser Geld herstellt und saftige Boni kassiert und wir auf Gedeih und Verderb diesen Leuten ausgeliefert sind?Daher sage ich JA zur Vollgeld-Initiative! = Wahlmöglichkeit zwischen elektronischem SNB-Vollgeld oder verzinslichem (Monopoly-)Banken-Geld für ALLE!
Daniel Bär
am 29.05.2018 um 21:19
Wieso hatten wir bis ca. 1970 fast nur Vollgeld und kaum Buchgeld/Giralgeld ?Ganz einfach, weil bis ca. 1970 fast der gesamte Zahlungsverkehr mir Baageld abgewickelt wurde !Löhne wurden wöchentlich baar ausbezahlt !Die AHV z.B. wurde vom Geldbriefträger gebracht und baar ausbezahlt !Rechnungen wurden baar am Postschalter einbezahlt, der Empfänger erhielt eine Anweisung, mit der er das Geld am Postschalter baar ausbezahlt erhielt !"Nur" Spargelder auf dem BankSparBüechli wahr Buchgeld, das aufgeblähten werden konnte !(und Anlagegelder wie Aktienkapital und Obligationen)Erst die Computer-Banken-Netzwerke ermöglichten nach und nach das Baargeld zu ersetze.Da so der Baargeldfluss zusammen brach, konnte immer mehr Buchgeld geschöpft werden. Weil man es nicht in baar auszahlen muss, muss es auch physisch nicht vorhanden sein, es reicht das Versprechen, es auf verlangen physisch auszuzahlen.Da dass im Normalfall aber keiner verlangt, funktioniert der ganze Betrug !In Schweden ist man dabei das Baargeld zu verbieten/abzuschaffen, damit das Betrugssystem nicht Platzt !In der Schweiz laufen ähnlich Bestrebungen (Twint) !
Habiwinti
am 27.05.2018 um 14:07
Herr Matter lügt ohne rot zu werden, oder er versteht den Vorgang des Geld Schöpfens nicht. Soll ich einem schnell reich gewordenen Finanzmann glauben? Nein. In meinen Augen ist die Verbuchung der Hypothek als Aktivum ein Buchhaltungstrick. Die z.B. Für ein Darlehen zedierte Lebensversicherung wird ja auch nicht als Aktivum verbucht. Also geht es hier nicht um eine Bilanzverlängerung sondern um Geld produzieren mit Gewinn in der GV Rechnung.
Prof. Dr, Mark Joób
am 24.05.2018 um 13:39
Herr Matter versteht die Materie nicht. Durch die Kreditvergabe der Banken entstehen Einlagen auf der Passivseite der Bilanz. Nicht Einlagen werden als Kredite weitergegeben, sondern durch die Kreditvergabe entstehen Einlagen. Es kann gar kein Geld von der Passivseite der Bilanz auf die Aktivseite transferiert werden. So funktioniert die doppelte Buchhaltung bei den Banken. Was Herr Matter sagt ist ganz einfach falsch.
Bruno
am 24.05.2018 um 12:28
Ich verstehe Herr Matter sehr gut. An seiner "sehr privigegierten" Stelle würde ich vielleicht auch so argumentieren natürlich nicht nur wegen den Privilegien, die ich mir nur ungern nehmen lassen würde, sondern auch wegen den privilegierten Kollegen. Mein Privileg ist es, keine Rücksichten nehmen zu müssen und mich nicht zu Gunst derjenigen einsetzen zu müssen, die ohnehin schon genug haben uns doch nie satt werden.
Taro
am 24.05.2018 um 11:51
Genauso wie Herr Matter es erklärt, wird die Kreditvergabe durch Banken geschehen bei einem JA zu Vollgeld, nämlich durch Verwendung der Spargelder der Kunden, und durch von der SNB geliehenes Geld. Heute jedoch wird bei jeder Kreditvergabe via Bilanzverlängerung Geld geschöpft durch die Banken. Erschreckend, dass das ein Chef einer Bank nicht weiss!
Stefan Stock
am 24.05.2018 um 11:33
Herr Matter bleibt wie alle Gegner sehr unspezifisch. Redet von viel teurer, grossem Risiko etc. Dabei werden Transaktionakonti von den Banken heute schon quer subventioniert, da diese die Grundlage für eine Kundenbeziehung bilden. Der Strukturwandel passiert auch bei den Banken, das grosse Geld ist weg, und so schiessen sie aich darauf ein, dass die Gebühren durch die Initiative erhöht werden, obwohl die Initiative nichts damit zu tun hat. Mit Vollged wären 600Mrd. oder 60% der Geldmenge gesichert. Banken müssten für schlechte Geschäfte wieder selbst Verantwortung übernehmen, statt vom Staat gerettet zu werden! JA ZU VOLLGELD.
B. Süess
am 24.05.2018 um 08:12
Wow, Herr Matter scheint wirklich nicht zu verstehen wie unser Geldsystem funktioniert, oder er möchte die Menschen bewusst täuschen.Man kann bei seiner (ev. auch vorgespielten) Inkompetenz froh sein, dass er in einer Bank tätig ist und nicht als Pilot sein Unwesen treibt.Das Nein-"Lager" hat sich wohl gedacht: "If you send a monkey, you will get back peanuts" und Herr Matter geschickt, dann wirds nicht sehr gefährlich. Denn würde eine Diskussion zu stande kommen, bei welcher über die wirklichen Probleme und Zusammenhänge des jetzigen Schuldgeldsystems gesprochen würde, hätte dies vermutlich Konsequenzen für den Finanzsektor, welcher eben gerade davon profitiert, dass die Menschen unser jetziges Geldsystem nicht verstehen.
Ewald Kornmann
am 24.05.2018 um 07:02
Es ist schon interessant, dass Herr Matter als Verwaltungsratspräsident einer Bank scheinbar die Grundlagen des Kreditgeschäftes nicht kennt.Bei jeder Kreditvergabe wird zwingend ein neues Guthaben erzeugt. Anders kann es in der Buchhaltung einer Bank gar nicht gebucht werden.Und bei jeder Kreditrückzahlung verschwindet wieder Guthaben.Ein Guthaben ist aber kein Geld, sonder nur ein Guthaben. Dieser rechtliche Unterschied ist Hr. Matter wohl auch nicht bekannt.Wenn er dies alles nicht weiss, sollte er nicht als "Fachmann" über etwas diskutieren dürfen, was er nicht versteht.
alec
am 24.05.2018 um 06:15
danke herr matter, dass sie versuchen mit lügen ihren vorteil (von banken gegenüber kmu's) zu bewahren. die aargauer kantonalbank schreibt in ihrer broschüre (Wie Banken Geld schaffen): DAS NODERNE BANKENSYSTEM ERZEUGT GELD AUS DEM NICHTS.