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ZFF72: Der Kurzfilmwettbewerb am Zurich Film Festival

Bereits zum fünften Mal findet im Rahmen des Zurich Film Festival auch der Kurzfilmwettbewerb ZFF72 statt. Dabei müssen Teams innerhalb von 72 Stunden einen Kurzfilm zu einem bestimmten Thema einreichen. RADIO TOP hat eines der Teams begleitet.

02.10.2018 / 10:24 / von: abl
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Die Teilnehmerteams des ZFF72 müssen innerhalb von 72 Stunden einen Kurzfilm drehen. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

Die Teilnehmerteams des ZFF72 müssen innerhalb von 72 Stunden einen Kurzfilm drehen. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

Ein Blick aufs Set von einem der Teams. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

Ein Blick aufs Set von einem der Teams. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

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Das Prinzip hinter ZFF72 ist einfach: Am zweiten Festivaltag wird ein Thema bekanntgegeben, zu dem die Teilnehmerteams dann innerhalb von 72 Stunden ein 72-Sekunden-Video produzieren und einreichen müssen.

Dann ist das öffentliche Voting 72 Stunden lang offen. Das Video mit den meisten Stimmen wird mit CHF 4000 entlöhnt, dasjenige, das den Jurypreis gewinnt, mit CHF 5000.

Im vergangenen Jahr wurden hunderte Filme aus 13 Ländern eingereicht, gewonnen haben zwei Schweizer Produktionen.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerb ist «Schuldig», in Anlehnung an den dänischen Thriller «The Guilty», der am Film Festival gezeigt wird. Auch diesmal werden hunderte Einreichungen erwartet. Aber wie entsteht ein solcher Kurzfilm?

Eines der Teams, das um einen Preis kämpft, ist die Gruppe um Paige und Kai Hicks. Nachdem das Thema bekannt gegeben wurde, hätten sie zuerst einmal in einer Whatsapp-Gruppe ganz viele Ideen ausgetauscht, erzählt Tanja Hoppler, die die beiden bei der Produktion unterstützt.

Als sich das Team schliesslich auf eine Geschichte geeinigt hatte, starteten die Vorbereitungen: Kostüme besorgen, einen Drehort finden, Requisiten organisieren. «Das ging alles ziemlich schnell», erzählen Paige und die Hauptdarstellerin des Kurzfilms, Ailin Nolmans. «Wenn wir den Leuten erzählen, dass wir einen Kurzfilm für das Film Festival drehen, bieten sie uns direkt ihre Hilfe an.» So konnte das Team beispielsweise die nötigen Kostüme in einem Brockenhaus ausleihen.

Gedreht wird in der Wohnung der Grossmutter, weil hier alles zur Geschichte des Films mit dem Titel «Miss Maple» passt. Die Blutlache auf dem Boden besteht aus einer angemalten Plastikfolie, als edler Whisky muss Eistee herhalten. Thomas Wagner, der den Part der Leiche übernimmt, muss stundenlang in der gleichen Position verharren.

Dann wird gedreht, unter der Regie von Kai. Er führt die Kamera und richtet die Lichter so aus, dass jede Szene perfekt ausgeleuchtet ist. «Wenn alles im Kasten ist, gehts ans Schneiden», erklärt Paige. Und dann muss der Beitrag eingereicht werden, bis spätestens am Montagmittag.

Nun läuft das Voting, wiederum 72 Stunden lang, bis am Donnerstagabend. Am Freitag erfahren die Teams, wer gewonnen hat.

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